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Bundestag: Digitalisierung des Planens und Bauens

In vielen Städten, Landkreisen und Gemeinden in Deutschland wird mehr Wohnraum benötigt. Dieser Wohnraum muss für Geringverdiener und die breite Mittelschicht bezahlbar sein.

Der Neubau von Wohnimmobilien ist dazu das wichtigste Instrument. Er ist jedoch auch mit hohen Kosten und Risiken verbunden. Es ist unwahrscheinlich, dass die Herstellungskosten in absehbarer Zeit sinken. Soll dennoch günstig, schnell und effizient gebaut werden, müssen im Wohnungsbau, aber auch im Hochbau insgesamt die Reserven gehoben werden, die sich in der Prozesskette Planen, Bauen und Nutzen verbergen.

Hier hilft uns die Digitalisierung. Dies gilt auch für den Bereich der Verkehrsinfrastruktur. Ausbau und notwendige Sanierungen der Verkehrswege müssen im Zeitalter der Digitalisierung mit modernen digitalen Instrumenten des Planens und Bauens beschleunigt auf den Weg gebracht werden. Die Digitalisierung wird einen wichtigen Beitrag für die Effizienzsteigerung im Bauwesen leisten. Einen großen Mehrwert bieten hier die medienbruchfreie Weitergabe und Nutzung von Daten. Die für die Digitalisierung notwendige gemeinschaftliche und kooperative Zusammenarbeit erfordert einen intensiven digitalen Informationsaustausch. Es zeigt sich aber, dass in den Bereichen der Standardisierung, Normung, Best Practice, Erfahrungsaustausch, Wissenstransfer und Informationsbereitstellung sowohl auf Auftraggeber- wie Auftragnehmerseite noch ein erheblicher Handlungsbedarf besteht.

Im Zentrum des digitalen Transformationsprozesses der Wertschöpfungskette Bau steht die Etablierung des Building Information Modeling – kurz BIM. BIM beinhaltet die Digitalisierung des Planens, Bauens und Nutzens von Bauwerken. Ziel der Methode BIM ist es, dass in der Planung, in der Ausführung und später bei der Bewirtschaftung leichter mit allen Beteiligten kommuniziert wird. Damit kann ein kompletter Lebenszyklus eines Bauwerks ab dem Spatenstich erst virtuell vom Bau bis zur Nutzung simuliert werden. So kann der Ressourceneinsatz optimiert und können die Risiken von Kosten-und Terminüberschreitungen minimiert werden. Auch für das Thema Nachhaltigkeit ist eine solche Simulation von hohem Wert. Bei Infrastrukturprojekten im Verkehrsbereich ermöglicht BIM transparentere und umfassendere Informationen und Beteiligungen für Bürgerinnen und Bürger und sorgt damit für mehr Akzeptanz. Die Deutsche Bahn hat das BIM bereits erfolgreich getestet und plant für neue Projekte standardisiert mit BIM.

Quelle: https://www.bundestag.de/